Umweltfreundlich leben

Warum unsere Erde in Gefahr ist und wie wir helfen können

Warum gibt es den „Grün ist cool Club“?

Max liebt seinen Planeten. Und Max liebt seinen besten Freund, den kleinen Außerirdischen. Der lebt auf dem Planeten Anxterostos – und dort passen die Bewohner sehr gut auf ihre Welt auf. Sie verschwenden keine Dinge, essen gesund, reparieren kaputte Sachen und nehmen nur so viel von der Natur, wie sie wirklich brauchen.

Als Max von all dem hörte, dachte er: Warum machen wir das auf der Erde nicht auch so?

Deshalb gründete er den „Grün ist cool Club“ – zusammen mit ein paar Freunden aus der Schule. Und mit dem kleinen Alien. Denn Max sagt: Unsere Erde ist unser Zuhause. Und die Tiere und Pflanzen wohnen hier auch. Wenn wir alle besser auf sie aufpassen, bleibt sie auch in Zukunft lebenswert.

Aber worauf müssen wir achten? Und was können wir Kinder überhaupt tun?

1. Zu viele Abgase – dicke Luft!

Was ist das Problem?
Autos, Busse, Flugzeuge und Fabriken pusten jeden Tag viele Gase in die Luft. Manche sieht man gar nicht. Aber sie sind da – und sie machen unsere Luft schmutzig.

Was passiert dann?
Die Luft wird schlechter. Das ist schlecht für unsere Lungen. Manche Menschen bekommen davon Husten oder Kopfschmerzen. Und: Diese Gase machen die Erde wärmer – so als würde sie eine viel zu dicke Decke tragen. Das nennt man Klimawandel.

Was bedeutet das für Menschen, Tiere und Natur?
Die Eisberge schmelzen, der Regen fällt zur falschen Zeit, Tiere verlieren ihre Heimat, es gibt mehr Stürme und Überschwemmungen. Menschen müssen ihre Häuser verlassen. Tiere finden kein Futter mehr.

Was kann ich tun?
- Öfter zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad fahren oder den Bus nehmen.
- Erwachsene bitten, kurze Strecken nicht mit dem Auto zu fahren.
- Beim Einkaufen fragen: Woher kommt das? Muss das mit dem Flugzeug gebracht werden?
Lieber Produkte aus unserer Region kaufen.
- Eltern bitten, beim Heizen oder Autofahren Energie zu sparen und Ökostrom zu nutzen.

2. Zu viel Müll

Was ist das Problem?
Wir werfen jeden Tag viele Sachen weg: Verpackungen, Spielzeug, altes Essen, Verpackungen von Essen, das wir in der Stadt kaufen wie Trinkbecher, Plastikfalschen, Burger-Verpackungen, und kaputte Dinge. Vieles davon hätte man mehr als einmal nutzen oder reparieren können.

Was passiert dann?
Der Müll landet oft auf großen Haufen oder in der Natur. Viele Dinge verrotten nicht. Sie bleiben ewig da liegen.

Was bedeutet das für Menschen, Tiere und Natur?
Die Erde wird durch den Müll giftig, weil Teile verrotten und z.B. giftige Stoffe in den Erdboden gelangen. Auch durch das Verbrennen von Müll gelangen Schadstoffe in die Luft. Tiere fressen den Müll, weil sie denken, es sei Futter. Sie werden krank oder sterben, zum Beispiel durch Plastikmüll im Wasser. Auch wir Menschen bekommen Probleme, weil Müll die Umwelt kaputt macht.

Was kann ich tun?
- Müll richtig trennen (Papier, Plastik, Glas, Bio).
- Weniger verpackte Sachen kaufen.
- Dinge weitergeben, tauschen oder reparieren.
- Im Park oder Wald Müll aufsammeln.
- Andere Menschen bitten, mitzumachen.

3. Zu viele Bäume werden gefällt

Was ist das Problem?
Wälder werden abgeholzt, um Platz für Straßen, Häuser, riesige Plantagen oder Tierweiden zu machen. Sie werden auch abgeholzt, weil Firmen mit dem Holz von exotsichen Bäumen wie Teak viel Geld verdienen wollen.

Was passiert dann?
Weniger Bäume bedeutet weniger Sauerstoff. Denn Bäume machen aus schlechter Luft gute Luft. Außerdem speichern sie Wasser und schützen Tiere.

Was bedeutet das für Menschen, Tiere und Natur?
Viele Tiere verlieren ihre Häuser. Manche Arten sterben aus. Die Erde wird trockener, es kommt zu Dürren oder Überschwemmungen.

Was kann ich tun?
- Weniger Papier verwenden (z. B. Rückseiten bemalen, nicht sofort alles drucken).
-Bei einem Pflanzprojekt mitmachen, mit FreundInnen gemeinsam einen Baum pflanzen.
- Bücher ausleihen statt neu kaufen.
- Eltern bitten, weniger online zu bestellen, weil für viele Versandverpackungen Papier und Pappe (und damit eben das Grundmaterial Holz) verwendet werden.
- Mit anderen drüber sprechen und erklären

4. Plastik in der Umwelt – überall!

Was ist das Problem?
Plastik ist praktisch, aber es bleibt ewig in der Natur. Flaschen, Tüten, Verpackungen – sie landen in Flüssen, im Meer oder auf Wiesen.

Was passiert dann?
Plastik zerbröselt zu Mikroplastik. Das ist so klein, dass man es kaum sieht – aber es gelangt in den Körper von Tieren. Und auch in unseren!

Was bedeutet das für Menschen, Tiere und Natur?
Tiere verhungern, weil ihr Bauch voller Plastik ist. Vögel, Fische und sogar Kühe schlucken es. Menschen essen später Fleisch oder Fisch – und bekommen das Plastik mit.

Was kann ich tun?
- Keine Plastiktüten benutzen – Stoffbeutel sind besser.
- Trinkflasche mitnehmen statt Plastikflaschen kaufen.
- Dinge ohne Plastikverpackung wählen.
- Eltern bitten, Duschgel, Zahnpasta und andere Produkte für die Körperhygiene ohne Mikroplastik zu kaufen.
- Plastiksammel-Aktionen organisieren.
- Anderen erklären, warum Plastik gefährlich ist.

5. Zu viele Dinge werden gekauft – und wieder weggeworfen

Was ist das Problem?
Kleidung, Spielsachen, Möbel, Elektrogeräte: Viele kaufen ständig Neues. Vieles davon wird schnell langweilig oder geht kaputt – und landet im Müll.

Was passiert dann?
Für neue Produkte braucht man viele Rohstoffe. Die Erde wird ausgebeutet. Es entsteht Müll, Transport verbraucht Energie und sorgt für Abgase.

Was bedeutet das für Menschen, Tiere und Natur?
Tiere verlieren ihren Lebensraum, weil Wälder und Berge abgetragen werden. Menschen in armen Ländern müssen oft hart arbeiten, damit andere immer Neues bekommen.

Was kann ich tun?
- Dinge tauschen oder gebraucht kaufen.
- Erst überlegen: Brauche ich das wirklich?
- Auf Qualität achten: Lieber eine Sache, die lange hält.
- Sachen reparieren, statt gleich neu kaufen.
- Spielzeug mit Freunden teilen.

6. Zuviele Ressourcen werden verbraucht

Was ist das Problem?
Wir verbrauchen zu viele Ressourcen wie zum Beispiel Wasser, Strom, Erdöl, Metalle. Aber die gibt es nicht unendlich. Wenn wir so weitermachen, sind viele davon bald aufgebraucht.

Was passiert dann?
Es entstehen neue Kriege um Rohstoffe. Menschen haben keinen Strom oder sauberes Wasser mehr. Tiere leiden unter der Zerstörung der Natur.

Was bedeutet das für Menschen, Tiere und Natur?
Wenn wir verschwenderisch sind, bleibt nichts für morgen. Pflanzen können nicht wachsen. Tiere finden keinen Lebensraum. Und wir Menschen leben in einer kaputten Welt.

Was kann ich tun?
- Licht aus, wenn man den Raum verlässt.
- Weniger Wasser verbrauchen.
- Geräte ausschalten.
- Dinge gemeinsam nutzen (z. B. Werkzeug, Bücher, Spiele).
- Sachen, die ich mir wünsche, nicht sofort kaufen, sondern überlegen, ob ich das wirklich brauche.
- Bei Stromanbietern auf „grünen Strom“ achten (zusammen mit den Eltern).

7. Zu viele Lebensmittel landen im Müll, zu viele tierische Produkte werden gegessen

Was ist das Problem?
Viele Menschen kaufen mehr Essen, als sie brauchen. Dann wird es schlecht oder vergessen – und landet im Müll. Auch Supermärkte werfen Essen weg, nur weil es nicht mehr „perfekt“ aussieht.

Was sind tierische Produkte?
Tierische Produkte sind Dinge, die von Tieren stammen. Zum Beispiel:
- Fleisch von Rindern, Schweinen oder Hühnern - Wurst und Fisch - Milch, Käse, Joghurt und Butter 
Eier und Produkte, in denen sie verarbeitet sind.

Warum ist das ein Problem für Tiere?
Damit Menschen Fleisch, Milch oder Eier essen können, müssen sehr viele Tiere auf engen Flächen leben. Oft haben sie dort kaum Platz, frische Luft oder Sonne. Viele Tiere werden krank, weil sie zu eng zusammenleben oder weil sie zu schnell wachsen müssen. Und am Ende werden sie getötet, auch wenn sie noch jung sind.

Warum ist das ein Problem für die Umwelt?
Für die Tierhaltung werden riesige Mengen an Wasser, Futter und Land gebraucht. Regenwald wird abgeholzt, um Platz für Tierfutter zu schaffen. Die Tiere stoßen außerdem Gase aus (zum Beispiel Methan), die das Klima aufheizen. So entsteht mehr Treibhausgas als durch alle Autos und Flugzeuge zusammen. Auch das Wasser wird durch Gülle und Abfälle verschmutzt. Warum ist das ein Problem für die Gesundheit der Menschen?

Wenn Menschen sehr viel Fleisch, Wurst oder Milchprodukte essen, kann das ungesund sein. Es kann Krankheiten fördern oder das Risiko für andere Krankheiten erhöhen. Außerdem trägt die Massentierhaltung dazu bei, dass Antibiotika weniger gut wirken, weil Tiere oft damit behandelt werden.

Was passiert dann?
Essen wird verschwendet, obwohl dafür Wasser, Energie, Land und Tiere gebraucht wurden. Das ist traurig und ungerecht, denn viele Menschen auf der Welt haben nicht genug zu essen.

Was kann ich tun?
- Reste aufessen oder kreativ verwerten.
- Beim Einkaufen helfen und nur das holen, was wirklich gebraucht wird.
- Mehr pflanzliche Gerichte ausprobieren.

Auch kleine Helden können Großes tun!

Max sagt: „Ich bin zwar noch nicht erwachsen, aber auch Kinder haben Einfluss:
  • Ich kann vieles selbst wählen und entscheiden
  • Ich kann meine Eltern bitten, umweltfreundlicher einzukaufen und zu handeln.
  • Ich kann in der Schule und in der Nachbarschaft Umwelt-Aktionen organisieren.
Denn je mehr Kinder das tun, desto größer wird unsere Bewegung. Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Denn das Große geschieht im Kleinen!“

Im „Grün ist cool Club“ ist jeder willkommen. Du musst nicht alles perfekt machen. Fang klein an. Jede gute Tat für die Umwelt zählt. Auch wenn andere noch nicht mitmachen – DU bist der Anfang.